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Schmidt, Friedrich Samuel

getauft 27.1.1737 Bern, gestorben 11.3.1796 Frankfurt am Main, ref., von Bern, ab 1762 von Basel. Sohn des Samuel, Gymnasiarchs (Schuldirektor) in Bern. ∞ 1769 Sophie Sybille von Syverts. Nach dem Theologiestud. in Bern widmete sich S. der Archäologie, insbesondere der Ägyptologie, die er schon als Jugendlicher betrieben hatte. 1757-64 war er mehrmals Preisträger der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres in Paris, wo er sich 1758-59 zu Studienzwecken aufhielt. 1762 wurde er an der Univ. Basel ao. Prof. der Antiquitäten, 1764 in Karlsruhe Direktor der Öffentl. Bibliothek sowie des markgräfl. Münz- und Naturalienkabinetts. 1769 kam er als Diplomat des Markgf. von Baden-Durlach nach Frankfurt am Main, erlangte dort zahlreiche Titel und weitere Ämter und wurde 1790 in den Reichsfreiherrenstand erhoben.


Werke
Recueil d'antiquités trouvées à Avenches, à Culm et en d'autres lieux de la Suisse, 1760
Literatur
– H. Dübi, «Zwei vergessene Berner Gelehrte aus dem 18. Jh.», in Njbl. der Literar. Ges. Bern, 1893, 3-40
Matrikel Basel 5, 272

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach