• <b>Jakob Christoph Iselin</b><br>Titelseite von   Jakob Christoph Iselins  Lexikon in vier Bänden, das 1726 von Johann Brandmüller in Basel herausgegeben wurde (Schweizerische Nationalbibliothek). Dieses historische, geografische und biografische Lexikon, das unter dem Kurznamen "Basler Lexikon" bekannt ist, erfuhr bis 1747 drei Auflagen, wobei jede Neuauflage mit bedeutenden Erweiterungen und Zusätzen versehen wurde. Es behauptete sich im deutschsprachigen Raum und konkurrenzierte das von Johann Franz Buddeus ab 1709 in vier Bänden veröffentlichte "Leipziger Lexikon", dessen zahlreiche Fehler in Bezug auf die Schweiz es korrigierte. Die beiden Nachschlagewerke hatten gemeinsame Vorbilder, nämlich die Werke von Louis Moréri (Lyon 1674) und Pierre Bayle (Rotterdam 1696).

No 12

Iselin, Jakob Christoph

geboren 12.6.1681 Basel, gestorben 13.4.1737 Basel, ref., von Basel. Sohn des Johann Lukas, Bandfabrikanten und Grossrats. 1697 Magister und Beginn des Theologiestud. an der Univ. Basel, 1698-99 Aufenthalt in Genf, Reise nach Südfrankreich. Weitere Studien in Basel mit Schwerpunkt oriental. Sprachen und Bibelphilologie. 1704-06 Prof. für Rhetorik und Geschichte in Marburg, 1707-11 Prof. für Geschichte an der Univ. Basel, ab 1711 dort Prof. für Dogmatik. Ab 1716 auch Universitätsbibliothekar. 1726-27 Herausgeber des hist. Lexikons des Johann Franz Buddeus in neuer und verbesserter Form unter dem Titel "Neu-vermehrtes Hist.- und Geogr. Allg. Lexicon"; die beiden Supplementbände erschienen 1742 und 1744. Daneben zahlreiche kleinere Schriften, publiziert u.a. im "Mercure Suisse" und in anderen Schweizer Zeitschriften. Ausgedehnter Briefwechsel mit den grossen kath. und prot. Gelehrten der Zeit.

<b>Jakob Christoph Iselin</b><br>Titelseite von   Jakob Christoph Iselins  Lexikon in vier Bänden, das 1726 von Johann Brandmüller in Basel herausgegeben wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Dieses historische, geografische und biografische Lexikon, das unter dem Kurznamen "Basler Lexikon" bekannt ist, erfuhr bis 1747 drei Auflagen, wobei jede Neuauflage mit bedeutenden Erweiterungen und Zusätzen versehen wurde. Es behauptete sich im deutschsprachigen Raum und konkurrenzierte das von Johann Franz Buddeus ab 1709 in vier Bänden veröffentlichte "Leipziger Lexikon", dessen zahlreiche Fehler in Bezug auf die Schweiz es korrigierte. Die beiden Nachschlagewerke hatten gemeinsame Vorbilder, nämlich die Werke von Louis Moréri (Lyon 1674) und Pierre Bayle (Rotterdam 1696).<BR/>
Titelseite von Jakob Christoph Iselins Lexikon in vier Bänden, das 1726 von Johann Brandmüller in Basel herausgegeben wurde (Schweizerische Nationalbibliothek).
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Literatur
– A. Staehelin, Gesch. der Univ. Basel 1632-1818, 1957, 222, 272 f.
– Feller/Bonjour, Geschichtsschreibung 2, 475

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach