• <b>Burtigny</b><br>Pfarrhaus und Kirche, 1829. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Privatsammlung, alle Rechte vorbehalten).

Burtigny

Polit. Gem. VD, Bez. Rolle. Strassendorf am Jurafuss, an der Strasse zum Col du Marchairuz. 1144 Britiniaco, 1145 Brettignei. 1764 243 Einw.; 1850 362; 1900 369; 1910 383; 1950 343; 1970 216; 1990 287; 2000 311. Aus prähist. Zeit stammen mehrere Schalensteine, bronzezeitl. Schmelzöfen und hallstattzeitl. Grabhügel. Im MA teilten sich die Herren von Prangins, Mont-le-Vieux und Aubonne (ab 1357 vorherrschend) in die Herrschaft über das Gebiet. B. unterstand ab 1536 als Teil der Freiherrschaft (ab 1701 Vogtei) Aubonne bern. Herrschaft und kam 1798 zum helvet. Distrikt Rolle. Die dem hl. Petrus geweihte Pfarrkirche (1487 wieder aufgebaut) gehörte schon vor 1204 der Zisterzienserabtei Bonmont. Die Pfarrei umschloss im MA auch Marchissy, nach der Reformation die Dörfer B., Saint-George, Marchissy, Longirod (bis 1667), Bassins (seit 1667) und Le Vaud. Das Pfarrhaus wurde 1809 gebaut. 1380 erhielten B. und die Nachbargemeinden bedeutende Rechte auf den Höhen des Marchairuz und 1527 für eine gewisse Zeit sogar den oberen Teil des Vallée de Joux. Das Waisenhaus La Maison existierte 1889-1979. Trotz Niederlassung einer Korkenfabrik ist B. ein Bauerndorf geblieben.

<b>Burtigny</b><br>Pfarrhaus und Kirche, 1829. Kolorierte Aquatinta von  Samuel Weibel (Privatsammlung, alle Rechte vorbehalten).<BR/>
Pfarrhaus und Kirche, 1829. Kolorierte Aquatinta von Samuel Weibel (Privatsammlung, alle Rechte vorbehalten).
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Literatur
– M. Fontannaz, Les cures vaudoises, 1986, 231-238

Autorin/Autor: Germain Hausmann / AW