25/11/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Seigneux

Ehem. polit. Gem. VD, Bez. Broye-Vully, die 2011 mit Cerniaz (VD), Combremont-le-Grand, Combremont-le-Petit, Granges-près-Marnand, Marnand, Sassel und Villars-Bramard zur Gem. Valbroye fusionierte. Die am rechten Ufer der Broye gelegene Gem. umfasste neben dem Strassendorf S. den Weiler Treize-Cantons an der Strasse Lausanne-Payerne. 1216-50 Simuus. 1558 14 Haushalte; 1764 190 Einw.; 1850 324; 1900 284; 1950 226; 2000 276. Wahrscheinlich ma. Erdburg bei Les Combes. Im 12. Jh. veräusserte der Bf. von Lausanne das Gebiet von S. einem Adligen in Dompierre. Zwischen 1221 und 1229 kaufte Bf. Wilhelm von Ecublens dieses wieder zurück. Ein Teil des Dorfs blieb als Lehen bei Dompierre und ging später an die Herren von Stäffis. Johann von Stäffis nahm S. 1558 zu Lehen, nachdem er dieses von Claudius von Stäffis, dem Bf. von Belley, geerbt hatte. Auch die Herren von de Villarzel und Combremont-le-Grand waren in S. begütert. Das zum bischöfl. Gut Lucens gehörende Dorf wurde von dessen Kastlan verwaltet. Unter bern. Herrschaft 1536-1798 gehörte es zum Gouvernement (Vogtei) Payerne, 1798-1802 zum Freiburger Distrikt Payerne und 1803-2006 zum gleichnamigen waadtländ. Bezirk. Kirchlich unterstand S. bis 2000 der Pfarrei Dompierre (VD), dann wurde diese mit der Pfarrei Granges-près-Marnand zusammengelegt. Die Kapelle Saint-Jacques datiert von 1415. In Treize-Cantons befindet sich eine Maschinenfabrik. 1981 wurde ein Zonenplan erstellt. 2000 pendelten fast drei Viertel der erwerbstätigen Bevölkerung. 2005 stellte der 1. Sektor rund 32%, der 2. Sektor 53% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Autorin/Autor: Fabienne Abetel-Béguelin / EM