• <b>Amnesty International (AI)</b><br>"Nein zur Todesstrafe", Plakat aus dem Jahr 1988 von   Stephan Bundi (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

Amnesty International (AI)

Die internat. Nicht-Regierungs-Organisation AI wurde 1961 gegründet. Sie setzt sich unter Berufung auf die Menschenrechts-Erklärung der UNO (10.12.1948) weltweit für faire und rasche Gerichtsverfahren ein sowie für die Freilassung von Menschen, die aus polit., weltanschaulichen, religiösen, ethn. oder rass. Gründen inhaftiert sind (Menschenrechte). 1972 startete die AI-Kampagne gegen die Folter, 1978 jene gegen die Todesstrafe. Fälle von Menschenrechtsverletzungen leitet das internat. Sekretariat in London an die nationalen Sektionen und lokalen AI-Gruppen weiter. Diese betreuten bis 1989 in der Regel je einen Gewissensgefangenen aus West, Ost und Süd. 1992 nahmen sich rund 1,1 Mio. ehrenamtl. Mitglieder und Förderer aus 150 Ländern rund 7'700 Fällen an. 1977 erhielt AI den Friedensnobelpreis. Erste AI-Gruppen in der Schweiz entstanden 1964 in Genf, in der Deutschschweiz ab 1969. Der Sitz der 1971 gegr. AI-Sektion Schweiz wechselte 1973 von Dübendorf nach Bern. Eine Monatszeitschrift erscheint seit 1972 in dt. Sprache (zuerst "AI-Rundbrief", ab 1978 "AI-Informationen", seit 1982 "AI-Magazin"), seit 1978 in franz. Sprache ("Amnesty International: bulletin romand de la Section suisse", ab 1991 "Liberté(s)"). Die Schweizer Sektion zählte 1977 3'000 Mitglieder. Sie wuchs bis 1995 auf 21'000 Mitglieder an, wovon 9'500 in einer der 89 Schweizer AI-Gruppen aktiv waren.

<b>Amnesty International (AI)</b><br>"Nein zur Todesstrafe", Plakat aus dem Jahr 1988 von   Stephan Bundi (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>
"Nein zur Todesstrafe", Plakat aus dem Jahr 1988 von Stephan Bundi (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Quellen
– Jber., 1983-
Literatur
– T. Bernhard, A., 1991

Autorin/Autor: Peter Hug