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Gautier, Jean-Antoine

geboren 26.9.1674 Genf,gestorben 2.5.1729 Genf, ref., von Genf. Sohn des Pierre, Ersten Syndics 1713, 1717 und 1721, und der Madeleine Gallatin. ∞ 1698 Olympe Bonnet, Tochter des Jean-Jacques, Bankiers. Stud. in Genf, Basel und Paris. 1696-1723 Prof. der Philosophie an der Genfer Akademie, ab 1704 Mitglied des Rats der Zweihundert, ab 1710 des Rats der Sechzig, von 1723 bis zu seinem Tod Staatsrat und -sekretär. G. schrieb eine bemerkenswerte "Histoire de Genève", bei der er sich als Erster auf öffentl. Archive stützte. Er griff u.a. auf die annales manuscrites de Genève zurück und war immer bestrebt, wissenschaftlich haltbare Angaben zu liefern. Sein Werk blieb lange unveröffentlicht und kam erst 1896-1914 in neun Bänden heraus, denn der Rat, dem es gewidmet war, wachte eifersüchtig über die Staatsgeheimnisse. Weiter schrieb G. eine Geschichte der Güter von Saint-Victor und des Kapitels Genf, die ebenfalls unveröffentlicht blieb, und bereitete die neue, stark erweiterte Ausgabe der "Histoire de Genève" von Jacob Spon vor (1730, 2 Bände).


Literatur
Livre du Recteur 3, 429 f.

Autorin/Autor: Alain Dufour / EB