28/04/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Peney-le-Jorat

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud. Als kleines, von Weilern umgebenes Dorf liegt P. auf einem Plateau des mittleren Jorat. 1141/43 Pinoy. 1432 6 Feuerstätten; 1558 15; 1803 244 Einw.; 1850 395; 1900 283; 1950 249; 2000 312. In P. wurden Überreste von Villen und Gerätschaften, die vermutlich aus röm. Zeit stammen, sowie ein frühma. Gräberfeld entdeckt. Zwischen 1134 und 1143 schenkte Albert de Dommartin P. der Abtei Hautcrêt, die 1154 auch die Güter von Garnier de Palézieux in P. erhielt. Die Zisterzienser errichteten eine Grangie, um die sich das Dorf entwickelte. In P. besassen sie auch einen Ofen und eine Mühle. Ab 1151 traten die von Goumoëns der Abtei Hautcrêt Nutzungsrechte an ihren auf dem Gebiet von P. gelegenen Wäldern im Jorat ab. 1557-1798 gehörte P. zur bern. Landvogtei Oron, 1798-2006 zum gleichnamigen Waadtländer Bezirk. Bevor P. 1794 ein Vikariat und 1840 eine selbstständige Kirchgem. wurde, war es Teil der Kirchgem. Dommartin. Die Kirche und das Pfarrhaus stammen von 1795. Anfang des 21. Jh. bildete P. mit 14 anderen Gem. eine Grosspfarrei. 2005 stellte der 1. Sektor 36% der Arbeitsplätze in P.


Literatur
– J. Sauter, La paroisse réformée de P., Villars-Tiercelin et Villars-Mendraz, 1994

Autorin/Autor: Olivier Frédéric Dubuis / MD