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Fossati, Giorgio Domenico

geboren 31.7.1705 Morcote, gestorben 4.9.1785 Venedig, kath., von Morcote. Sohn des Pier Angelo, Architekten, und der Maria Domenica Rippa Ferro. ∞ 1) 1726 Felicita Caccia, 2) Caterina Zaccoletti. F. war ausser Architekt auch Kupferstecher, Kulissenmaler, Illustrator und Gelehrter. 1716 kam er nach Venedig, wo er Schüler, dann Mitarbeiter von Domenico Rossi wurde. Nach seiner Rückkehr nach Morcote 1726 schuf er Zeichnungen und Stiche von Palladios Bauwerken (zwischen 1740 und 1760 veröffentlicht). 1737 ist er als Mitglied der Bruderschaft vom Heiligsten Sakrament in Morcote bezeugt. Ab 1739 wiederum in Venedig, wurde er 1743 leitender Architekt (proto) der Schule von San Rocco, die ihm Bau- und Restaurierungsaufträge übertrug. Weitere Arbeiten von ihm sind in Fiesso d'Artico, Padua und Valnogaredo nachgewiesen. F. schuf Veduten und geogr. Übersichtskarten des Langen- und des Luganersees. Als weniger bedeutende Gestalt der venezian. Architektur des 18. Jh. war er doch in der Lage, Projekte zu entwerfen, die den fortschrittlichsten Richtungen seiner Zeit entsprachen. Von seinen Söhnen waren Carlo Giuseppe als Architekt und Domenico als Maler tätig.


Archive
ASTI, Nachlass
Literatur
– C. Palumbo-Fossati, I F. di Morcote, 1970, 80-103
DBI 49, 495-497

Autorin/Autor: Lara Calderai / RG