Le Fort

Fam. aus Cuneo (Piemont), deren ital. Name Lifforti zu L. französisiert wurde. Jean-Antoine (1517-90) floh aus religiösen Gründen nach Genf und erhielt 1565 das Bürgerrecht. Sein Sohn Daniel (1607-50) begründete den älteren, heute noch bestehenden Zweig in Genf, der mehrere Mitglieder des Rats der Zweihundert stellte und im Handel sowie im Gewerbe (vor allem Vergoldung) tätig war. Polit. und akadem. Ämter bekleideten ab Ende des 18. Jh. Jaques ( -> 4) und seine Nachkommen, darunter Jean-Louis ( -> 5), Charles (1821-88), Prof. für röm. Recht und Historiker, sowie Henri (1855-1932), Magistrat und Historiker der Fam.; seine Tochter Renée (1883-1954) präsidierte den Genfer Frauenverein. Der jüngere Zweig wurde von Jacques (1618-74), Bruder des oben erw. Daniel, begründet. Er teilte sich seinerseits in vier Äste auf und brachte Magistraten wie Ami ( -> 1) und Louis (1668-1743), 1730 und 1734 erster Syndic, hervor. Diesem Zweig entstammten auch zahlreiche in ausländ. Diensten stehende Militärs, v.a. in russ. Diensten wie François ( -> 2) und Pierre ( -> 6) sowie solche in dän. und franz. Diensten wie Frédéric Antoine Henri ( -> 3) und Pierre-Frédéric ( -> 8). Pierre ( -> 7) diente in der preuss. Armee; seine Nachkommen nannten sich von L.


Archive
– AEG, FamA
Literatur
– H. Le Fort, Notice généalogique et historique sur la famille L. de Genève, 1920
– Galiffe, Notice généal. 1, 55
Schweiz. Geschlechterbuch 2, 287-289; 3, 228-231; 6, 351-353

Autorin/Autor: Etienne Burgy / CN