Dufaux

Fam. aus Boveresse, die seit der Heirat von Jean-Antoine 1773 mit einer Dutoit in Genf ansässig ist. Die beiden Söhne des Paars begründeten je einen Zweig von Künstlerfamilien. Der ältere Zweig, jener der Emailmaler, geht auf Jean-Antoine (1775-1855) zurück, der mit einer Pourrière verheiratet war. Er betätigte sich als Musterzeichner von Kattunstoffen. Er war zunächst in Lyon, dann in Boudry ansässig und erwarb 1823 das Genfer Bürgerrecht. Sein in Lyon geborener Sohn Louis (1802-84) kam zu Beginn des 19. Jh. von Boudry nach Genf. Er spezialisierte sich auf die Emailmalerei (Blumenmotive) und fertigte eigene Emailfarben an. Seine Söhne Pierre (1825-73) und Marc (1833-87, zugleich Grossrat), seine Enkel Antoine (1866-1936, zugleich Leiter des Musée d'art et d'histoire in Genf) und Gabriel (1879-1938) setzten die familientypische Kombination von künstlerischem und industriellem Wirken fort. Auch Louis' Tochter (verheiratete Millenet) sowie deren Kinder und Kindeskinder standen in dieser Tradition. Der jüngere Zweig geht auf den Graveur und Bildhauer David-Henri (1785-1871) zurück. Er war der Stammvater einer Dynastie von Graveuren, Bildhauern und Malern, zu denen Frédéric-Guillaume (1820-72), Frédéric ( -> 2) und Henri ( -> 3) gehörten. Letzterer und sein Bruder Armand ( -> 1), beide Flugpioniere, gründeten das Unternehmen Motosacoche. Ihre zwei Cousins Charles (1879-1950) und Frédéric (1881-1962) waren als Fabrikanten tätig (Automobil-, später Beleuchtungsbranche); 1905 stellten sie einen Geschwindigkeitsweltrekord für Automobile auf.


Archive
– AEG
– AEN
Literatur
BLSK, 282 f., 729

Autorin/Autor: Martine Piguet / EB