Bobst

Aus Oensingen stammende Unternehmerfam., seit 1958 Bürgerrecht von Lausanne. 1893 gründete Joseph ( -> 3) das Familienunternehmen. 1913 beteiligte er seinen Sohn Otto (1889-1975). Mit dem Eintritt von Henri ( -> 1) 1915 begann das Unternehmen Joseph Bobst & Fils (seit 1918 AG) die Serienherstellung von Maschinen für die Kartonage-Industrie. Diese Abteilung wurde 1924 an Marinoni (Paris und Strassburg) veräussert, 1936 jedoch wieder zurückgekauft. 1937-38 liess sich das Unternehmen in Prilly nieder. Nach dem 2. Weltkrieg begann die Firma mit der Gründung von Tochterunternehmen und Vertretungen in allen fünf Kontinenten. 1975 kaufte das Unternehmen die 1937 von Otto Frei in Lausanne gegr. Firma FAG Fournitures pour les arts graphiques. 2000 beschäftigte die 1978 in Bobst SA umbenannte Firma in der ganzen Welt 5'066 Angestellte, davon 2'711 in der Schweiz. Der Umsatz betrug 1'547,2 Mio Fr. 1950 trat Henri B.s Schwiegersohn Bruno de Kalbermatten (geboren 1924), 1956 sein Sohn Jacques (1931-87) in den Betrieb ein. Thierry de Kalbermatten (geboren 1954), seit 1995 Generaldirektor, vertritt die vierte Generation der Familie.


Literatur
B.: 1890-1990, 1990
– C. Guhl, B.: du savoir et des hommes, 2000

Autorin/Autor: Marianne Berlinger Konqui / AW