19/04/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Dreyfus

Basler Bankiersfam., isr., aus Sierentz (Elsass). 1812 erhielt Isaak (1786-1845) die Aufenthalts- und Handelsbewilligung der Stadt Basel. 1823 liess er sich als Einzelfirma ins Basler Ragionenbuch eintragen. Unter seinen Söhnen Samuel D.-Neumann (1820-1905) und Leopold D.-Hirsch (1818-85) wurde die 1849 in Isaak Dreyfus Söhne umbenannte Firma zu einer der führenden Basler Privatbanken. Samuel war - wie später auch sein Sohn Jules ( -> 1) - Präs. der Isr. Gem. Basel (1863-96), zudem Delegierter der Schweiz in der Alliance Israélite Universelle und wohltätig aktiv. Sein Bruder Jacques D.-Jeidels gründete 1868 die Bank J. Dreyfus & Co. in Frankfurt am Main und Berlin, die 1939 "arisiert" wurde. In der vierten Generation folgte Paul D.-de Gunzburg (1895-1967), Sohn des Jules (1942 Dreyfus Söhne & Cie. AG), der sich z.Z. der nationalsozialist. Herrschaft zusammen mit seiner Frau Vera ( -> 3), zugunsten der jüd. Flüchtlinge einsetzte. In der fünften und sechsten Generation wird das Bankhaus von Hans Guth-D., Richard D. (aus der Linie D.-Jeidels) und Andreas Guth geführt.


Literatur
Encyclopaedia Judaica 6, 1972, 223 f.

Autorin/Autor: Nadia Guth Biasini