Weber (ZG)

Zuger Fam., die erstmals 1435 in der Stadt Zug belegt ist. Hier erlangte sie mit Ausnahme von Kaspar Leonz ( -> 64), obwohl zahlreich, keine führende Stellung. Hingegen traten die W. von Neuheim, die mit den gleichnamigen Stadtbürgern in keiner bekannten verwandtschaftl. Verbindung standen, v.a. in der 2. Hälfte des 17. Jh. sowie im 18. Jh. hervor. 1533 erwarb ein aus Bremgarten (AG) stammender W. das Gasthaus mit der Zollstelle an der Brücke in Sihlbrugg, das bis 1850 in Familienbesitz blieb. Nachkommen amtierten über mehrere Generationen hinweg als Kirchmeier der Pfarrei Neuheim. Johann ( -> 44) war der erste Ammann aus dieser Familie. Sein Sohn Klemens Damian ( -> 65), ebenfalls Ammann, starb 1734 im 1. Harten- und Lindenhandel als Parteigänger der Linden im Exil. Dessen Verwandter Leonz Anton ( -> 72) war dagegen ein führender Exponent der Harten und wurde nach deren Sturz verbannt. Seine Kinder konnten aber u.a. mit Klemens Franz Xaver Damian ( -> 66), Ammann, und dessen Sohn Klemens (gestorben 1851), Ratsherr, Wirt und Zöllner, den sozialen Status halten.


Literatur
– A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974

Autorin/Autor: Renato Morosoli