19/12/2002 | Rückmeldung | PDF | drucken

Bretonnières

Gem. VD, seit 1798 Bez. Orbe. Dorf am Jurafuss. 1154 Bretoneres. 1529 16 Feuerstellen; 1764 161 Einw.; 1798 168; 1850 231; 1900 252; 1920 281; 1950 219; 1990 171; 2000 200. Ein Megalith, "Befestigungen" unbestimmten Alters und eine Römerstrasse sind die einzigen archäolog. Überbleibsel. Im MA gehörte B. zum Kloster Romainmôtier, das im Ort durch einen Meier vertreten war. Unter Berner Herrschaft war das Dorf Teil der Vogtei Romainmôtier. Die Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus dem 11. und 12. Jh.; sie beherbergt wahrscheinlich den ältesten prot. Abendmahlstisch. Ab 1228 als Pfarrei erwähnt, wurde B. nach der Reformation Filialkirche von Romainmôtier. Bis ins 19. Jh. herrschte Getreidebau vor, dann dominierte Viehzucht. Obwohl die Gem. an der Jougne-Passstrasse und seit 1870 an der Bahnstrecke Lausanne-Vallorbe-Frankreich liegt, hat sie ihren ländl. Charakter bewahrt. Aufgrund des Mangels an lokalen Arbeitsplätzen arbeiten viele Einwohner in der umliegenden Industrie. Ausbeutung einer Kiesgrube.


Literatur
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988

Autorin/Autor: Germain Hausmann / MS