Trélex

Polit. Gem. VD, Bez. Nyon. Haufendorf am Jurafuss an der Strasse von Nyon nach Saint-Cergue. 1145 Trailai. 1764 199 Einw.; 1850 320; 1900 305; 1950 300; 2000 1'113. Menhir, gallorom. Siedlung. Im 13. Jh. ist eine Adelsfam. de T. erwähnt. Im MA gehörte T. zur Herrschaft Gingins. Unter bern. Herrschaft 1536-1798 war es der Vogtei Nyon unterstellt. Im 18. Jh. verwaltete ein Dreizehnerrat die Gem., die 1798 zum Bez. Nyon kam. 1246 trat das Kapitel von Genf die Kirche Saint-Etienne an die Abtei Bonmont ab; während der Reformation wurde sie Filialkirche von Gingins. T. verfügte als Relaisstation für die Postkutschenkurse von Paris über den Col de la Givrine u.a. über mehrere Gasthäuser und Schmieden. Zwischen 1813 und 1815 litt das Dorf unter dem Durchmarsch österr. Truppen. 1916 erhielt T. eine Station an der Bahnlinie Nyon-Saint-Cergue. Die 1968 eröffnete Autobahn von Lausanne nach Genf führte zu einem Anstieg der Einwohnerzahl. 1976 ersetzte ein dreissigköpfiger Gemeinderat die Gemeindeversammlung. T. besitzt vier Alpen in Arzier, Saint-Cergue und Gingins und ist noch immer landwirtschaftlich ausgerichtet; 2005 stellte der 1. Sektor 22% der Arbeitsplätze. 2000 waren vier Fünftel der Erwerbstätigen Wegpendler, meist nach Genf.


Literatur
– G. Rochat, T., 1981

Autorin/Autor: Germain Hausmann / MS