Signy-Avenex

Polit. Gem. VD, Bez. Nyon, bestehend aus dem Strassendorf Signy und dem Weiler Avenex, auf einer kleinen Ebene oberhalb Nyons gelegen. 926 Avenaco, ad Signei. 1570 57 Einw.; 1764 47; 1850 99; 1900 94; 1950 141; 2000 390. Überreste einer röm. Siedlung und des Aquädukts Divonne-Nyon; frühma. Gräberfeld. Avenex, das 1409 zwölf Haushalte zählte, gehörte im MA den Mitherren von Aubonne; Signy war ab dem 12. Jh. im Besitz der Herren von Prangins. In der Berner Zeit (1536-1798) unterstand S. der Landvogtei Nyon. S. war stets nach Nyon pfarrgenössig. Mit Eysins, Crans und Grens besass S. ab dem 15. Jh. den Berg Les Piles, bis Givrins diesen 1869 kaufte. Das Gut von Avenex, ab 1896 im Besitz der Matthey-Vannod, wurde 1928 von Johann Wehrli erworben, der darauf einen land- und forstwirtschaftl. Betrieb errichtete. Die Autobahn Lausanne-Genf, 1964 durch das Gebiet von S. angelegt, veränderte die vom Land- und Weinbau geprägte Gem. grundlegend; sie machte eine Meloriation (1958-81) notwendig und führte später auch zur Errichtung eines Einfamilienhausquartiers sowie einer Gewerbezone. 2005 stellte der Dienstleistungssektor 89% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
– G. Rochat, S., 1983

Autorin/Autor: Germain Hausmann / CBA