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Camuzzi [Camuzio], Eugenio

Ab 1568 belegt, gestorben 1602 Rom, von Lugano. Sohn des Andrea ( -> 1). C. studierte in Rom, wo er in Philosophie und in beiden Rechten doktorierte. Am 19.12.1568 wurde er von Papst Pius V. zum Bf. von Bobbio (Emilia-Romagna) ernannt. Er stand der Diözese während 34 Jahren vor und wurde in den Grafenstand erhoben. Trotz der schwierigen Beziehungen zur Abtei Bobbio gelang es ihm, die tridentin. Reform in seinem Bistum durchzuführen. Während seines Episkopats besuchte er mehrere Male (1569, 1575, 1576, 1588) seine Heimatstadt Lugano und weihte Kirchen und Altäre. Als 1595 der Bischofssitz von Como vakant wurde, schlug ihn die eidg. Tagsatzung in Baden vergeblich als Nachfolger vor. Nachdem er sich von seinem Bischofsamt zurückgezogen hatte, liess er sich in Rom nieder. Er äusserte den Wunsch, in Lugano begraben zu werden.


Literatur
– A. Codaghengo, Storia religiosa del Cantone Ticino 2, 1942, 10 f.
Sinodi post-tridentini della provincia ecclesiastica di Genova, hg. von L.M. de Bernardis, 1986, 9-50

Autorin/Autor: Antonietta Moretti / MS