Krupski

Ehem. Adelsgeschlecht aus Hussakùw (Polen). Als poln. Patriot wurde Stanislaus (1839-1904) nach Sibirien in ein russ. Gefangenenlager verbannt, aus dem ihm 1867 die Flucht gelang. Daraufhin emigrierte er in die Schweiz, wo er als Arzt in Uri tätig war und das Polenmuseum in Rapperswil (SG) mitgründete. 1902 wurde er in Schleinikon eingebürgert. Sein Sohn Anton (1889-1948) war Prof. für Veterinärmedizin in Zürich und ein Pionier des Alpinismus, während sein Sohn Ladislaus, bekannt unter dem Namen Hanns In der Gand, ein bekannter Liedersänger sowie Volksliedsammler und -forscher wurde. Die Fam. K. ist heute in Altdorf (UR), Zürich, Pully und Davos wohnhaft.


Literatur
– H. Danioth, «Tsches K.», in Gotthard-Post, 1940, Nr. 8
– M. Oechslin, «Anton K., 1889-1948», in Verh. SNG, 1948, 339-348
– S. Krupski, Sechs Jahre in Sibirien verbannt (1861-1867), 1966

Autorin/Autor: Hans Stadler