Eysins

Polit. Gem. VD, seit 1789 Bez. Nyon, umfasst E. und den Weiler Le Petit E. an der Strasse Nyon-Divonne-les-Bains. 1001/02 Osinco. 1764 136 Einw.; 1798 173; 1850 234; 1900 262; 1950 278; 1970 396; 2000 831. Röm. Siedlungsspuren (villa, Aquädukt). Kg. Rudolf III. von Burgund und die Mächtigen seines Königreichs tagten 1001/02 in E. Vom 14. Jh. bis zur Reformation unterstand das Dorf dem Augustinerpriorat Nyon. Unter der Berner Herrschaft gehörte E. zur Vogtei Nyon und war dem dortigen Kastlaneigericht unterstellt. Im 18. Jh. stand der Erste Pfarrer von Nyon der Gemeindeversammlung (assemblée de la généralité) vor. Ab 1834 besassen E. und Signy-Avenex eine gemeinsame Schulkommission. E. gehörte immer zur Pfarrei Nyon. Eine Bruderschaft des Hl. Geistes bestand 1328-1536. Die 1418 erwähnte Kapelle Saint-Georges verschwand in der Reformation. Ein kleines ref. Gotteshaus trat 1930 an ihre Stelle. Die Eröffnung der Bahnlinie Nyon-Divonne-les-Bains 1905 trug zur Entwicklung der Region bei. Seit 1962 besteht nur noch die Zugverbindung zwischen Nyon und E. Sie wird u.a. von der Getreidesammelstelle für das westl. Genferseegebiet, dem Depot der landwirtschaftl. Genossenschaften (Landi), und einer Rohrfabrik genutzt. Das einst stark von Ackerbau und vom Weinbau geprägte Dorf ist heute hauptsächlich eine Wohngemeinde mit zahlreichen Pendlern nach Genf.


Literatur
– G. Rochat, E., berceau de poetes, 1989

Autorin/Autor: Germain Hausmann / EB