• <b>Crassier</b><br>Die Kirche Sainte-Marie-Madeleine. Fotografie von  Claude Bornand,  Lausanne.  Der Südanbau (vorne im Bild) stammt aus dem 20. Jahrhundert.

Crassier

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Nyon. Das Dorf liegt nahe der franz.-schweiz. Grenze an der Strasse Nyon-Divonne. 1123 de Craceio. 1764 168 Einw.; 1850 162; 1900 206; 1950 277; 1990 512; 2000 769. Jungsteinzeitl. und röm. Funde, burgund. Gräber. Im MA gehörte das Dorf einer einheim. Adelsfam., welche ab 1123 erwähnt wurde. C. war Bestandteil der Vogtei Nyon. 1564 wurde der Ort durch den Vertrag von Lausanne, der die Grenze zwischen Bern und dem Pays de Gex festlegte, in zwei Teile geteilt. Im 18. Jh. war C. eine kleine Herrschaft mit Gerichtshof. Die Pfarrkirche Sainte-Marie-Madeleine unterstand von 1225 bis zur Reformation dem Kloster Bonmont; sie wurde 1664-65 vergrössert. Eine Bruderschaft des Hl. Geistes wurde ab 1409 erwähnt. 1834-78 wurde die Gem. unter Aufsicht gestellt. 1839 errichteten C. und Borex gemeinsam eine Schule. 1905 wurde C. durch die Eisenbahnlinie Nyon-Divonne erschlossen, die 1962 durch einen Busbetrieb ersetzt wurde. Handwerk, wichtige Sägerei. Zahlreiche Pendler nach Genf.

<b>Crassier</b><br>Die Kirche Sainte-Marie-Madeleine. Fotografie von  Claude Bornand,  Lausanne. <BR/>Der Südanbau (vorne im Bild) stammt aus dem 20. Jahrhundert.<BR/>
Die Kirche Sainte-Marie-Madeleine. Fotografie von Claude Bornand, Lausanne.
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Literatur
– G. Rochat, C. au fil des siècles, 1979
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 93 f.

Autorin/Autor: Germain Hausmann / EJ