22/03/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken

Crans-près-Céligny

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Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Nyon. Das Dorf - heute eine Wohngemeinde - liegt westl. von Nyon über dem Genfersee. 1764 192 Einw.; 1850 286; 1900 350; 1950 364; 2000 1'963. 1008 Cranos. Nadel aus der Bronzezeit, röm. Funde, burgund. Gräber. C. wird 1008 in einem Gütertausch erwähnt. Ab 1036 gehörte C. zum Kapitel von Lausanne. Nach 1234 wurde es durch den Kastlan von Saint-Prex verwaltet. Obwohl von Leibeigenen besiedelt, besass C. schon vor 1400 Weideland in der Nähe der Dôle. Vor 1500 wurde eine kleine Kirche erbaut. Während der Reformation wurde sie zunächst durch den Pfarrer von Céligny betreut, dann 1553 Nyon, 1584 Crassier und 1948 wiederum Nyon unterstellt. C. gehörte zur Vogtei Nyon; verwaltet wurde das Dorf durch die Gemeindeversammlung. 1542 schuf Bern eine Herrschaft, der 1663 die hohe Gerichtsbarkeit zuerkannt wurde. Von den Quisard ging diese Herrschaft 1763 an die Saladin über, welche in ihr 1764-69 ein Schloss im franz. Stil errichteten. Seit 1888 ist die Gem. Haltestelle der 1858 angelegten Eisenbahnlinie Lausanne-Genf. Heute ist C. ein Wohndorf.


Literatur
– H. Burnier, C., 1968
– M. Fontannaz, M. Bory, «Le château de C., une œuvre genevoise?», in Genava 37, 1989, 59-115

Autorin/Autor: Germain Hausmann / EJ