Iklé

Aus Hamburg stammende Fam. der Stadt St. Gallen, deren Bürgerrecht die Brüder Leopold ( -> 2), Ernst (1848-1936) und Adolph ( -> 1) 1881/82 bzw. 1895 erhielten. Aufbau der Iklé Frères, einer der führenden Firmen für Stickereifabrikation und -export (1880 in St. Gallen-Straubenzell erste Fabrik mit Schifflistickmaschinen der Ostschweiz), mit mehreren, oft von Familienmitgliedern geführten Niederlassungen in Europa und den USA. Sozialer Aufstieg und Einheiratung in eingesessene Fam. (z.B. Steinlin), dabei z.T. Übergang von jüd. zu evang. Religionszugehörigkeit. U.a. auch als Ärzte, Ingenieure, Juristen tätig, teils in führenden Positionen wie Max ( -> 3), Bundesrätin Elisabeth Kopp geb. I. und Fred (geboren 1924, US-Unterstaatssekr. für Sicherheitspolitik in der Administration Reagan). Bedeutende Textiliensammlungen von Leopold und Fritz (1877-1946).


Literatur
– F. Müller, «Eine St. Galler Gesch. namens I.», in Die Weltwoche, 18.10.1984

Autorin/Autor: Marcel Mayer