Arnex-sur-Nyon

Polit. Gem. VD, Bez. Nyon. 1154 Arnai. 1738 16 Häuser; 1764 46 Einw.; 1850 100; 1900 79; 1950 85; 1980 62; 2000 136. Die ab Mitte des 12. Jh. erw. Edlen d'Arnay waren wahrsch. Vasallen der Frh. von Prangins. 1295 wurde A. Lehen der Savoyer. Die Edlen von Gingins und die Abtei Bonmont waren ebenfalls begütert. 1432 trat Manfred, Markgf. von Saluzzo und Herr von Coppet, das Dorf A. dem Priorat Ripaille ab; 1510 besassen die Chorherren von Ripaille noch Güter. 1536 wurde A. der bern. Vogtei Nyon zugeordnet; in dörfl. Angelegenheiten entschied die Versammlung der Dorfgenossen. Bern verlieh A. 1642 Jean-Jacques Quisard, dem Inhaber der Herrschaft Crans. Seine Erben verkauften A. 1763 dem Genfer Bankier Antoine Saladin, der sie bis 1798 besass. A. gehört zur Pfarrei Crassier. Die Einw. waren v.a. in Acker- und Weinbau beschäftigt. 1943 erfolgte eine Flurbereinigung. Der Zonenplan von 1984 legte eine beschränkte Wohnzone fest. A. hat 1987 die Erlaubnis erhalten, 1 ha mit Weinreben zu bepflanzen.


Autorin/Autor: Sabine Carruzzo-Frey / FSC