Villars-Mendraz

Ehemalige politische Gemeinde VD, Bezirk Gros-de-Vaud, nördlich des Jorat gelegen. Sie fusionierte 2011 mit Montaubion-Chardonney, Peney-le-Jorat, Sottens und Villars-Tiercelin zur neuen Gemeidnde Jorat-Menthue. Die Grenzen des Gemeindegebiets wurden 1752 festgelegt; damals besass V. auch Wälder in Peney-le-Jorat, Montaubion-Chardonney und Villars-Tiercelin. 1453 Villarmendra (und nicht 1235 Vilar Mundri). 1416 4 Feuerstätten; 1764 94 Einw.; 1798 105; 1850 200; 1900 137; 1950 112; 1970 84; 2000 190. Im MA besassen das Priorat Lutry und die Abtei Hautcrêt Güter in V. Das Meieramt V., das dem Priorat unterstellt war, ging 1333 an einen gewissen Hugues über, im 17. Jh. an die Familie Demierre von Moudon und 1753 an die Constant von Hermenches. V. gehörte 1536-1798 zur Kastlanei Villarzel in der Landvogtei Moudon und 1798-2006 zum Bezirk Moudon. Mit seiner Kirche Saint-Pierre bildete V. im MA eine eigenständige Pfarrei, das Vorschlagsrecht für den Pfarrer lag jedoch beim Priorat Lutry. Nach der Reformation war V. eine Filiale von Saint-Cierges, 1910-2000 war es mit Peney-le-Jorat vereint, dann gehörte es bis Ende 2011 zur Kirchgemeinde des Plateau du Jorat und seither zu jener des Gros-de-Vaud. 1977 wurde ein Zonenplan angenommen. 2005 stellte der 1. Sektor noch 43% der Arbeitsplätze in V., das sich zu einer Wohngemeinde entwickelt hatte.


Literatur
– H. Liard et al., 750 ans V., 1235-1985, 1985
– J. Sauter, La paroisse réformée de Peney-le-Jorat, Villars-Tiercelin et V. 1794-1994, 1994

Autorin/Autor: Gilbert Coutaz / ANS