Ferrari (GR)

Heute noch bestehendes Bürgergeschlecht aus Soazza, das seit 1272 bezeugt ist. Ihm entstammten zahlreiche Amtspersonen und Geistliche. Ein Zweig liess sich im 17. Jh. in Roveredo (GR) nieder, starb aber im 19. Jh. aus. Im Misox stellte die Fam. einige Chorherren und Stiftsvikare des Kapitels S. Vittore sowie ab dem 16. Jh. viele Amtspersonen (Kanzler, Fiskale, Statthalter, Ministerialen, Richter). Auch im Veltlin und in der Grafschaft Chiavenna amteten F. als commissari, Podestaten und Syndikatoren im Namen der Drei Bünde. Ab dem 17. Jh. wanderten manche Angehörige der Fam. nach Deutschland aus, wo sie sich v.a. als Händler betätigten. Am Ende des 18. Jh. stellten sie Kaminfegermeister in Wien und in Ungarn.


Archive
– FamA a Marca, Mesocco
Literatur
– C. Santi, «La famiglia F. di Soazza», in Iconografia della famiglia a Marca di Mesocco, 1991, , 155-167

Autorin/Autor: Cesare Santi / RG