Villars-le-Comte

Polit. Gem. VD, Bez. Broye-Vully, an der Strasse von Lucens nach Thierrens gelegen. 1147 Vilario-comitis. 1764 148 Einw.; 1850 268; 1900 217; 1950 161; 2000 122. Im MA unterstand V. als Teil der Kastlanei Lucens dem Bf. von Lausanne. Unter bern. Herrschaft 1536-1798 gehörte das Dorf zur Landvogtei Moudon, 1798-2006 zum Bez. Moudon. Spätestens ab dem 14. Jh. war V. in die Unterhaltspflicht für die Brücke über die Broye bei Lucens einbezogen. 1177 bestätigte Papst Alexander III. dem Priorat Saint-Maire in Lausanne den Besitz der Pfarrkirche Notre-Dame in V. 1182 unterstand die Kirche dem Domkapitel Lausanne, während das Priorat auch 1490 und 1497 noch das Zehntrecht innehatte. Vor der Reformation war sie eine Filiale von Thierrens, 1828-46 und 1849-1958 gehörte sie zu Denezy, 1846-48 und ab 1958 wieder zu Thierrens. Von 1822 datiert das heutige Gotteshaus. Seit 1989 gibt es in V. einen Orgelbaubetrieb, doch dominiert im Dorf die Landwirtschaft. 1885-2011 bestand eine Milchgenossenschaft.


Archive
– ACV, Archiv der Denkmalpflege
Literatur
Districts d'Aigle, Avenches, Echallens, Lavaux, Moudon, Oron, Payerne, Pays d'Enhaut et Vevey, 1995, 112

Autorin/Autor: Fabienne Abetel-Béguelin / ANS