Blancpain

Zweig der Fam. Beynon aus Saint-Imier, der sich in Villeret niederliess, wo er ab 1577 unter dem Namen Blanpan bekannt war und seit 1618 den Namen B. trägt. Der Bauer Jean-Jacques (≈ 1693) arbeitete ab 1735 als erster B. in der Uhrenbranche. David-Louis (1765-1816) richtete sich ein Atelier ein und verkaufte seine Uhren ins Ausland. Frédéric-Louis (1786-1843), ein früherer Offizier der napoleon. Armee, gründete um 1815 ein halbindustrielles Unternehmen, die Uhrenfabrik Emile Blancpain, und machte 1830 seinen Sohn Frédéric-Emile (1811-57) zum Teilhaber. In der folgenden Generation waren die Brüder Jules-Emile (1832-1928), Nestor (1833-1906) und Paul-Alcide ( -> 1) zeitweise Geschäftspartner. Nur Jules-Emile jedoch blieb in dem Betrieb, den sein jüngster Sohn Frédéric-Emile (1863-1932) als letzter B. leitete. Der älteste Sohn Jules (1860-1914) schlug die Laufbahn eines Kunstmalers ein. Das 1959 in die Manufacture Rayville SA umgewandelte Unternehmen besteht nicht mehr, die Marke B. blieb aber erhalten. Der Freiburger Zweig der Fam. stammt von Paul-Alcide ab.


Literatur
– C. Blancpain, La famille B., 1994

Autorin/Autor: Hélène-Alix de Weck / EM