Zuger Nachrichten

Im Dez. 1886 erschien erstmals die vom Pressverein getragene Parteizeitung der Zuger Katholisch-Konservativen, nachdem die ebenfalls konservative, aber nicht von der Partei kontrollierte 1846 gegr. "Neue Zuger Zeitung" diese zu wenig unterstützt hatte. Letztere wurde 1891 von den Z. übernommen. Publizist. Gegner war das liberale, 1861 gegr. "Zuger Volksblatt". Beide Zeitungen wurden lange Zeit von führenden Parteivertretern redigiert, u.a. die Z. 1912-34 vom nachmaligen Bundesrat Philipp Etter. Kurz nach der Gründung zählte die Lokalzeitung 1'000 Abonnenten, 1930 3'000. Damit erreichte sie mehr als 40% der Haushalte. 1969 übernahm die Druckerei Zürcher in Zug die von ihr seit Beginn gedruckte Zeitung, löste die Z. von der Partei und positionierte das Blatt als Forumszeitung. Ab 1991 erschien es als Tageszeitung. 1996 fusionierten die Z. mit der "Zuger Zeitung", in der 1991 bereits das ab 1966 als "Zuger Tagblatt" fortgesetzte "Zuger Volksblatt" aufgegangen war, zur "Neuen Zuger Zeitung". Diese erscheint seither als Kopfblatt der "Neuen Luzerner Zeitung".


Literatur
– R. Morosoli, «Zuger Pressegesch. 1814-1969», in Gfr. 165, 2012, 63-93

Autorin/Autor: Renato Morosoli