Schweizer Familie

Die "Illustrirten Wochenblätter für die Schweizer Familie" erschienen ab 1893 als wöchentl. Beilage zu der von Eduard Schäubli herausgegebenen Zeitung "Die Glatt" in Bassersdorf. Bereits ab 1894 konnte die Wochenzeitschrift auch separat abonniert werden, die wegen ihrer Umschlagfarbe umgangssprachlich "Das rote Heft" genannt wurde. 1933 erwarb die Tages-Anzeiger AG die Verlagsrechte an der Zeitschrift. Chefredaktor blieb bis 1951 Schäublis Sohn Oskar. Inhaltlich dominierten neben Unterhaltungsromanen die Bereiche Beratung und Orientierungshilfe im Alltag. Ab 1960 erschien die Zeitschrift unter dem heutigen Namen S. Nach Fusionen mit "Schweizer Heim" (1971) und "Mosaik" (1974) erreichte sie als grösste Illustrierte der Schweiz 1984 das Auflagemaximum von 303'000 Exemplaren. Obwohl ab Mitte der 1980er Jahre der Servicecharakter mit Tipps und Hinweisen erhöht sowie die Leserbindung verstärkt wurde, sank die Auflage (2010 186'098). Die S. war bis 1992 nur im Abonnement erhältlich.


Literatur
S., 1.11.1968 (Jubiläumsnr.)
– W. Catrina et al., Medien zwischen Geld und Geist, 1993, 227-299

Autorin/Autor: Adrian Scherrer