17/11/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Montaubion-Chardonney

Polit. Gem. VD, Bez. Gros-de-Vaud, im Herzen des Jorat gelegen, bestehend aus zwei Weilern am rechten Ufer der Mentue. Um 1200 in Monte Albeonis, 1223 Montalbium, 1223 Chardenai. 1764 18 Feuerstellen; 1798 112 Einw.; 1850 126; 1900 116; 1950 90; 2000 74. Im MA war M. Teil des Territoriums Dommartin; 908 setzte der Bf. von Lausanne seine Rechte auf dieses Gebiet durch. 1223 werden die beiden Weiler als Besitz des Domkapitels Lausanne im Mandement Dommartin erwähnt; die Gerichtsbarkeit wurde durch einen Meier, später durch einen Kastlan ausgeübt. Rechte des Klosters Montheron in M. sind 1393 belegt; diese gingen 1725 von der Stadt Lausanne an Bern über. Im 15. Jh. hatten die Belley von Chardonney und dann die Jaccaud von Montaubion das Pförtneramt am Eingang des Burgus Dommartin inne. Im 15. und 16. Jh. fanden hier mehrere Hexenprozesse statt. M. war 1536-1798 der Vogtei Lausanne zugeordnet, dann 1798-2006 dem Bez. Moudon. Kirchlich unterstanden die Weiler stets der Pfarrei bzw. Kirchgem. Dommartin. Im 20. Jh. verschwanden die Handwerke (Zimmermann, Wagner, Hufschmied, Müller) aus M. 1938 erfolgte die Schliessung der Schule. 2000 zählte M. fünf Landwirtschaftsbetriebe.


Literatur
– L. Pfister, L'enfer sur terre, 1997

Autorin/Autor: Jean-Jacques Bouquet / GL