• <b>Friedrich Froebel</b><br>Detailansicht einer zur Veranschaulichung dienenden Tafel, Beilage der Broschüre "Ein Ganzes von Spiel- und Beschäftigungskästen für Kindheit und Jugend: Zur Pflege des Familienlebens durch Pflege des Kinderthums und des Beschäftigungstriebes der Jugend", um 1835 (Schweizerische Nationalbibliothek). Die Tafel zeigt dreissig Handgriffe, mit denen die manuellen Fähigkeiten und die Koordination der Bewegungen des Kindes schrittweise geformt werden sollten.

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Froebel, Friedrich

geboren 21.4.1782 Oberweissbach (Thüringen), gestorben 21.6.1852 Marienthal (Niedersachsen), ref. Sohn des Johann Jakob, Pfarrers, und der Jakobine Hoffmann. ∞ 1818 Wilhelmine Hoffmeister, geschiedene Klöpper. Nach der Försterlehre und einem abgebrochenen Studium übte F. diverse Tätigkeiten aus. 1805 reiste er im Auftrag der Fam. von Holzhausen, bei der er als Hauslehrer angestellt war, nach Yverdon, wo er Pestalozzi kennenlernte. 1808 wurde er in dessen Kreis aufgenommen, in dem man Fragen der vorschul. Erziehung diskutierte. 1810 kehrte F. nach Deutschland zurück, 1816 eröffnete er in Keilhau (Thüringen) eine Erziehungsanstalt. 1831 zog er wieder in die Schweiz und gründete in Willisau eine weitere Erziehungsanstalt. Dann folgte er dem Ruf der Berner Regierung nach Burgdorf, wo er Fortbildungskurse für Lehrer hielt, 1835 die Leitung des Waisenhauses übernahm und seine sog. Spielgaben sowie Bewegungsspiele erprobte, die zur Basis seines Kindergartenkonzepts wurden. Der Kampf gegen den "Eindringling" F. unter Philipp Emanuel von Fellenbergs Initiative war erfolgreich: 1836 kehrte F. wieder nach Deutschland zurück. 1840 entwarf er den ersten Plan für einen Kindergarten.

<b>Friedrich Froebel</b><br>Detailansicht einer zur Veranschaulichung dienenden Tafel, Beilage der Broschüre "Ein Ganzes von Spiel- und Beschäftigungskästen für Kindheit und Jugend: Zur Pflege des Familienlebens durch Pflege des Kinderthums und des Beschäftigungstriebes der Jugend", um 1835 (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Die Tafel zeigt dreissig Handgriffe, mit denen die manuellen Fähigkeiten und die Koordination der Bewegungen des Kindes schrittweise geformt werden sollten.<BR/>
Detailansicht einer zur Veranschaulichung dienenden Tafel, Beilage der Broschüre "Ein Ganzes von Spiel- und Beschäftigungskästen für Kindheit und Jugend: Zur Pflege des Familienlebens durch Pflege des Kinderthums und des Beschäftigungstriebes der Jugend", um 1835 (Schweizerische Nationalbibliothek).
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Werke
Gesammelte pädagog. Schr., hg. von V.W. Lange, 1862-74 (Nachdr. 1966)
Literatur
– L. Geppert, Friedrich F.s Wirken für den Kt. Bern, 1976
– R. Kaysel, Pestalozzi - Fröbel - Montessori, 1996

Autorin/Autor: Hans-Ulrich Grunder