Merker

Hauptsächlich in Baden tätige Unternehmerfamilie. Der gebürtige Berliner Spengler Johann Friedrich kam 1839 nach Baden, wo er seine erste Spenglerwerkstatt eröffnete und 1864 das Bürgerrecht erwarb. Sein Sohn Fritz (1848-1926) absolvierte im väterl. Geschäft die Spenglerlehre. Auf seiner Wanderschaft durch die Schweiz und Europa lernte er seinen künftigen Schwager Eduard Meining kennen, mit dem er 1873 die Metallwarenfirma Merker & Meining gründete, die vorwiegend Petrolkocher und andere Küchenartikel fabrizierte. Nach Meinings Tod trat 1878 Albert Sartory in die Firma ein, die in Merker & Sartory umbenannt wurde. Nach der Auflösung des Vertragsverhältnisses mit Sartory 1889 erhielt die Firma den Namen F. Merker & Co. 1890 wurde das Sortiment um Badewannen und -öfen erweitert. 1896 liess M. ein Emailwerk errichten. 1907 übergab er die Firma seinen vier Söhnen Fritz, Carl, Walter und Hans, die sie 1917 in die Merker AG umwandelten. 1991 wurde die Produktion aufgegeben. Die Schulthess-Gruppe übernahm das Apparategeschäft, die Egro AG in Niederrohrdorf die Abt. Spezialartikel und Industrieteile. 2006 befand sich noch die Merker Liegenschaften AG in Familienbesitz.


Literatur
BLAG, 524-526
– W. Merker-Sauter, Dem Gründer der Firma Merker AG in Baden Friedrich M.-Schaufelberger in Dankbarkeit gewidmet, 1986, (StadtA Baden)
– W. Merker, «Rückblick auf die Frühzeit der Firma Merker in Baden», in Badener Njbl. 70, 1995, 111-120

Autorin/Autor: Sarah Brian Scherer