26/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Denezy

Dieser Artikel wurde für die Buchausgabe des HLS mit einem Bild illustriert. Bestellen Sie das HLS bei unserem Verlag.

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Moudon. Dorf an der Strasse zwischen Lausanne und Estavayer gelegen. 929 villare Donaciaco, 1142 Danisei. 1432 8 Haushalte; 1764 116 Einw.; 1798 140; 1850 253; 1870 261; 1900 247; 1950 198; 2000 122. In D. wurden Grabplatten aus dem FrühMA gefunden. 1316 gaben die Savoyer die Herrschaft D. Hugues Mallet als Lehen, 1409 der Fam. Cerjat, die sie bis 1798 behielt. Von der Feste bei Creux du château (14. Jh.) sind nur noch die Fundamente erhalten. In der Berner Zeit war D. ein Meieramt, das Gericht tagte im Herrenhaus in Moudon. Die Gem. wurde von der Bürgerversammlung und einem Vorsteher verwaltet. Die 929 erw. Kapelle wurde vor 1228 Pfarrkirche. Bis zu ihrer Aufhebung und Angliederung an die Pfarrei Thierrens 1958 wurde die Pfarrei D. mehrfach umgestaltet: Zeitweise bestand sie nur aus dem Dorf D., zeitweise umfasste sie auch Prévondavaux und Villars-le-Compte. Die katholisch gebliebenen Einwohner, d.h. diejenigen von Prévondavaux, kamen 1666 zur Pfarrei der Freiburger Enklave Vuissens. Nach dem Brand des Pfarrhauses 1702 stellte die Fam. Cerjat bis 1958 dem Pfarrer ihr Landhaus zur Verfügung. D. ist noch heute v.a. landwirtschaftlich geprägt. Mühle und Sägerei bestehen seit mindestens 1727. Der milchwirtschaftl. Verband wurde 1828, die Mühlengenossenschaft 1950 gegründet. Seit 1930 verkehrt ein Postauto nach Moudon. 1900 entstand das Schulgebäude von D.


Literatur
– J.-D. Chevalley, M. Bettex-Saugy, D., 1987

Autorin/Autor: Valérie Favez / EM