20/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cremin

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Moudon. Strassendorf auf dem Plateau über dem linken Ufer der Broye, nördl. von Lucens, an der Grenze zur Freiburger Enklave Surpierre. 1365 Cremyn. 1764 80 Einw.; 1798 94; 1850 101; 1900 68; 1950 65; 1980 45; 2000 51. C. gehörte gemäss einem Urbar von 1365 zu den Gütern des Schlosses Lucens, die der Bf. von Lausanne innehatte. Nach der Eroberung der Waadt durch Bern wurde C. der Kastlanei Lucens in der Landvogtei Moudon zugeschlagen. Der dörfl. Backofen mit der angebauten Schulstube wurde 1812 errichtet und 1993 restauriert. Die 1845 eröffnete, einklassige Schule wurde 1933 wieder geschlossen. C. war immer Teil der Pfarrei bzw. Kirchgem. Curtilles, die heute zu Lucens gehört. Das Sumpfgebiet wurde während des 2. Weltkriegs trockengelegt (Plan Wahlen). 1925 wurde die Wasserversorgung eingerichtet, 1950-80 die Melioration durchgeführt. Das Gemeindearchiv verbrannte 1825.


Literatur
– R. Rapin, C. du fil du temps, 1993

Autorin/Autor: Valérie Favez / GG