Schwaderloh, Schlacht bei

S. war im Schwabenkrieg von Jan. bis Sept. 1499 ein eidg. Feldlager zur Abwehr der Truppen des Schwäb. Bunds aus Konstanz. Zur Schlacht bei S. kam es am 11.4.1499, als 5'000 bis 6'000 schwäb. Fussknechte und 600 Reiter nach Ermatingen und Mannenbach marschierten, die eidg. Besatzungen und die Bevölkerung überfielen, die Dörfer plünderten und in Brand setzten. Die in S. alarmierten 1'200 Eidgenossen und Thurgauer marschierten gegen Wäldi, wo sie erfuhren, dass der Feind auf dem Rückmarsch sei. Durch 300 Auszüger verstärkt, umgingen sie die schwäb. Flankensicherung bei Kastell und formierten sich oberhalb Tägerwilen zu einem gespaltenen Keil, mit dem die Reiter vom Fussvolk getrennt werden sollten. Nach kurzem Kampf brach der Widerstand des Fussvolks ein. Die in Panik versetzten schwäb. Truppen liessen sich nicht mehr führen. Der seeseitige eidg. Haufen verfolgte die Fliehenden, die zu einem guten Teil in den Gräben vor Gottlieben und Konstanz getötet wurden. Der andere Haufen zog der Reiterei nach, die sich immer wieder zum Kampf stellte und um den Haufen herumritt. In Ermatingen schiffte sich die schwäb. Truppe ein, erlitt aber weitere Verluste, weil ein überladenes Schiff sank. 1899, 1949 und 1999 gedachte der Kt. Thurgau der Schlacht mit Festspielen.


Literatur
– B. Meyer, «Der Thurgau im Schwabenkrieg von 1499», in ThBeitr. 116/117, 1979/80, 5-217
Schwabenkrieg - Schweizerkrieg 1499, 1999

Autorin/Autor: Erich Trösch