18/12/2002 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Brenles

Polit. Gem. VD, Bez. Moudon, an der Grenze zum Kt. Freiburg. 1247 Brenles. 1432 11 Haushalte; 1550 9; 1746 96 Einw.; 1850 232; 1900 234; 1950 174; 2000 163. Überreste eines röm. Gutshofs liegen in der Nähe des Dorfes. Im HochMA war der Bf. von Lausanne Ortsherr von B., seine Leihenehmer genossen Allmendrechte. Vom 14. Jh. bis zur Helvet. Revolution folgten sich die Fam. de Glâne (Ministerialen), de Prez, de Rue, Frossard, Sordet, Clavel und de Vuippens als Herrschaftsinhaber. 1413 unterstand B. der savoy. Vogtei Moudon. Unter Berner Herrschaft oblagen die kommunalen Angelegenheiten der Gemeindeversammlung. Zuvor Teil der Pfarrei Moudon, wurde B. 1837 mit Curtilles, 1840 mit Chesalles-sur-Moudon vereint. Die 1740 erbaute Kapelle erhielt 1840 einen Glockenturm. Die Siedlung La Montagne de B., ehem. Gut der Stäffis südöstl. von B., ist durch den Kanal bekannt, den Nicolas Bergier 1722 anlegen liess, um eine Mühle und ein Sägewerk zu betreiben. Das Schulgebäude entstand 1915-16. Seit 1991 ist die Gem. Sitz der Westschweizer Schule für Blindenführhunde (Fondation école romande pour chiens-guides d'aveugles). Abseits der grossen Verkehrsachsen gelegen, ist B. ein Bauerndorf geblieben.


Autorin/Autor: Valérie Favez / AG