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Yens

Polit. Gem. VD, Bez. Morges, an der Strasse Aubonne-Cossonay gelegen. 1005 Idens. 1416 68 Feuerstätten; 1453 30; 1764 409 Einw.; 1850 709; 1900 676; 1950 559; 2000 965. Bei Les Sembrettes wurden zwei jungsteinzeitl. Gräber, bei Montosset Überreste einer Befestigung mit Palissaden und Gräben sowie bei Muraz und Courtiau röm. Siedlungsspuren entdeckt. Zwischen dem 13. und 15. Jh. sind die Junker von Y. bezeugt. Y. gehörte zunächst zur Herrschaft Vufflens-le-Château, ab 1296 auch zur Herrschaft Aubonne. Unter der Berner Herrschaft 1536-1798 war das Dorf Teil der Freiherrschaft Aubonne (bis 1701), dann der gleichnamigen Landvogtei. 1798 kam es zum Distrikt Morges. Y. wurde von einem Achterrat verwaltet, seit 1799 verfügt es über einen Gemeinderat (Exekutive) und seit 1815 über eine Legislative. Die Kirche Saint-Jacques wurde 1228 zur Pfarrkirche erhoben, nach der Reformation in eine Filiale von Saint-Livres umgewandelt, 1702 umgebaut und 1862 neu errichtet. 1257 wird eine Mühle erwähnt, 1824 sind zwei Mühlen belegt. 1883 existierte eine Färberei, die einer Schreinerei wich. Das Schulhaus wurde 1862, die Mehrzweckhalle 1931 und das Gemeindehaus 1978 gebaut. 1895 erhielt Y. einen Anschluss an die Eisenbahnlinie Bière-Apples-Morges. Das lange von Rebbau, Landwirtschaft und Kleingewerbe geprägte Dorf entwickelte sich ab den 1980er Jahren zu einer Wohngemeinde mit wachsender Bevölkerung.


Literatur
– J. Clavel, G. André, Y., 1990
– J.-D. Correvon et al., Histoire de la paroisse de Saint-Livres et Y., 1999

Autorin/Autor: François Béboux / MD