Villars-Sainte-Croix

Polit. Gem. VD, Bez. Ouest lausannois. 1227 inter sanctam Crucem, 1543 Villaret. 1764 112 Einw.; 1798 116; 1850 160; 1900 142; 1950 129; 2000 602. Das Gemeindegebiet wurde bereits in der Latènezeit besiedelt. Die Abtei Lac de Joux, das Kapitel Lausanne und die Kastlanei Cossonay verfügten über Besitz in V. Das 1272 erstmals erw. Hospiz war 1458 der Kommende La Chaux unterstellt. Bis 1546 zerfielen Spital und Kirche zur Ruine. Unter bern. Herrschaft (1536-1798) gehörte V., das von einer Gemeindeversammlung verwaltet wurde, zur Landvogtei Lausanne und unterstand dem sog. Kapitelsgericht. 1798-2006 gehörte die Gem. zum Bez. Morges. V., das 1536 die Reformation annahm, war bis 1962 der Kirchgem. Crissier angegliedert, danach jener von Bussigny-près-Lausanne. Die Kapelle stammt von 1975. Anfang der 1980er Jahre wurde ein Gemeindezentrum gebaut, in dem u.a. eine Schule und eine Mehrzweckhalle untergebracht sind. Begünstigt durch die 1964 eröffnete Autobahn A1, entstanden ausserhalb des Dorfs die Industriezone Croix-du-Péage und ein Einfamilienhausquartier. Reben wurden in V. bereits 1230 angebaut, sie haben sich wie die übrige Landwirtschaft in geringem Umfang erhalten.


Autorin/Autor: François Béboux / ANS