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Porta, Antonio

geboren 1631/32 Manno, gestorben 1702 Bayreuth, kath., von Manno. Sohn des Francesco. Stud. der Architektur in Norditalien und wahrscheinlich Lehrzeit in Wien. 1662-66 arbeitete P. als Architekt für Gf. Ferdinand von Verdenberg in Grafenegg (Niederösterreich). Um 1668 liess er sich in Böhmen nieder, wo er bis 1697 im Dienste des Prinzen Wenzel Eusebius von Lobkowicz und seines Sohns Ferdinand August stand. Für sie schuf er sein Hauptwerk, das Schloss Lobkowicz in Raudnitz an der Elbe (heute Roudnice nad Labem, Tschech. Republik), das 1672 als Erweiterung des von Francesco Caratti in den Jahren 1652-65 errichteten Baus projektiert worden war. Ab 1697 arbeitete er für Markgf. Christian Ernst von Brandenburg-Bayreuth. In Manno baute er 1688-90 die Casa Porta, das Stammhaus der Fam.; mit seiner Hinterlassenschaft in Manno unterstützte er fromme Werke und ortsansässige Jugendliche, die sich in Rom der Kunst widmen wollten. P. gehörte zur zweiten Garde der Barockarchitektur, zeichnete sich aber durch die geschickte Anwendung der Kolossalordnung aus.


Literatur
The Dictionary of Art 25, 1996, 257 f.
– K. Bigger, «La Casa Porta a Manno», in K+A 55, 2004, H. 2, 74-77

Autorin/Autor: Lara Calderari / PTO