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Galassini, Andrea

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geboren 30.12.1680 Lugano, gestorben 10.2.1766 Bartenstein (heute Gem. Schrozberg, Württemberg), kath., von Lugano. Stuckateur und Architekt in Deutschland, auch unter dem Namen Andreas Gallasini bekannt. G. bildete sich vermutlich in Würzburg bei Pietro Magno aus; nachher war er Schüler von Julius Ludwig Rothweil. Er schuf Stuckarbeiten in den Schlössern Meiningen (vielleicht 1706), Neuwied (1710-12), Weilburg (1711-12), Arolsen (1715-19), Bad Wildungen (1715-19) und im Rathaus von Bad Karlshafen (ca. 1718). 1720 ging er nach Fulda, wo er Bauinspektor und Hofarchitekt wurde und zur architekton. Neuausrichtung der Stadt in spätbarockem Stil beitrug. Er arbeitete am Schloss (Orangerie 1721-24, Kaisersaal 1727-31, Winterreithalle 1741) und entwarf einen Teil des Jesuitenseminars (1731-32), die Pfarrkirche und das Heiliggeistspital (1727-33), die ehem. Universität (1731-34), das Palais Buttlar (1737-39) und das heutige Hotel Kurfürst (1737-39). Er plante und renovierte die Schlösser Johannesberg am Rhein (ca. 1718), Eichenzell (Sommerresidenz 1739-56), Johannesberg bei Fulda (1726-47) und erbaute die Kirchen Haselstein (1732), Grossentaft (1736-40), Batten (1737-41) und Salmünster (1737-43).


Literatur
– M. Backes, Hessen, 21982
– D. Griesbach-Maisant, Stadt Fulda, 1992
– C. Grottker, Andreas Gallasini: fürstabtl. Hofbaumeister in Fulda, Diss. Frankfurt am Main, 1994

Autorin/Autor: Lara Calderari / CN