09/02/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Saint-Saphorin-sur-Morges

Ehem. polit. Gem. VD, Bez. Morges, die 2011 mit Colombier (VD), Monnaz und Echichens zur Gem. Echichens fusionierte. Auf einer Hochebene zwischen der Venoge und der Morges gelegen. Seit 2011 mit Colombier und Monnaz Teil der polit. Gem. Echichens. 1171 Sancti Simphoriani. 1416 20 Feuerstätten; 1764 132 Einw.; 1850 216; 1900 206; 1920 186; 1950 222; 2000 381. Röm. Siedlungsspuren. 1854 wurden bei Le Mont-Chuet burgund. Gräber entdeckt. Im 13. Jh. war der Ritter von S. ein Vasall im ligischen Lehensverhältnis der Herren von Cossonay. 1536-1798 gehörte S. zur Vogtei Morges. Es wurde von einem Achterrat verwaltet. Um 1725 liess François-Louis de Pesmes das noch bestehende Schloss errichten. Die Pfarrkirche Saint-Symphorien unterstand bis zur Reformation der Abtei Lac de Joux. Bis 1724 und erneut 1845-64 war sie Teil der Kirchgem. Vullierens, 1724-1845 der Kirchgem. Colombier (VD), zu der sie seit 1864 wieder gehört. Das ref. Gotteshaus wurde 1731-32 an Stelle der ehemaligen kath. Kirche gebaut. Trotz seiner günstigen Lage in der Nähe von Lausanne und Morges blieb das Dorf landwirtschaftlich geprägt. Die Gem. setzte auf eine gemässigte Entwicklung und sprach sich u.a. 1974 gegen den Bau von Mietshäusern aus.


Literatur
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 222

Autorin/Autor: François Béboux / ANS