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Mazio, Domenico

geboren nach 1680 Roveredo (GR), gestorben nach 1726 Deutschland, kath., von Roveredo. Sohn des Giovanni und der Giacomina Riva. Neffe des Architekten Antonio Riva. Als guter Architekt des Spätbarocks war er in Niederbayern tätig, zuerst in Passau und dann in Landau und Umgebung, wo er versch. Kirchen baute und entwarf, meist mit Pilasterpfeilern und weiten, hellen Innenräumen. Zu den Werken des auch unter dem Namen Magzin bekannten M. gehören die Glockentürme von Haidlfing (1698-1700) und Mettenhausen (1700), die Totenkapelle von Ganacker (1700-03), die Kirche Maria Hilf in Vilsbiburg (zusammen mit Domenico Cristoforo Zuccalli, 1701-04), die Pfarrkirchen in Landau an der Isar (1713), die als sein Meisterwerk gilt, und in Ettling (heute Markt Pförring, 1719-20) sowie die Kirche Mariä Himmelfahrt in Frauentödling (1716-26). Er arbeitete auch in Aldersbach (1705-34) und in der Umgebung von Griesbach (1712-22).


Literatur
– A.M. Zendralli, I magistri grigioni, 1958, 109 f.
– M. Pfister, Baumeister aus Graubünden, Wegbereiter des Barock, 1993

Autorin/Autor: Cesare Santi / CN