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Préverenges

Polit. Gem. VD, Bez. Morges, am Genfersee an der Strasse Lausanne-Genf gelegen. 1224 Preverenges. 1453 14 Feuerstätten; 1764 121 Einw.; 1850 229; 1900 254; 1950 486; 1970 1'837; 2000 4'078. Zwei Ufersiedlungen (P.-West neolithisch, P.-Ost frühe Bronzezeit). Die Herrschaft P. unterstand u.a. den Herren von Colombier (VD) und dem Kapitel von Lausanne. 1701 wurde sie an die Berner Obrigkeit verkauft und war von da an Teil der Vogtei Morges. Im MA gehörte die Pfarrei P. zum Priorat Saint-Sulpice. Während der Reformation gelangte P. zur Kirchgem. Lonay, 1956 zu jener von Morges und bildete 1969 eine eigene Kirchgemeinde. 1971 entstand eine unabhängige kath. Gemeinschaft. Der Umbau der Kirche in barockem Stil datiert von 1791-92. Eine 1481 erstmals erw. Ziegelei gehörte ab 1536 der Obrigkeit und stellte 1914 ihre Tätigkeit ein. Die günstige geograf. Lage zwischen Lausanne und Morges und die Nähe zur Autobahn führten Ende des 20. Jh. zu einem starken demograf. Wachstum. P. verlor seinen ländl. Charakter und wurde zu einer bedeutenden Wohngem. mit einigen Industriebetrieben im Quartier Le Trési.


Literatur
– P. Isoz, J. Herman, Aperçu historique de la commune de P., 1986
– «Chronique archéologique», in RHV, 1992, 229-234

Autorin/Autor: François Béboux / SK