Monnaz

Ehemalige politische Gemeinde VD, Bezirk Morges, seit 2011 mit Colombier (VD) und Saint-Saphorin-sur-Morges Teil der Gemeinde Echichens. Am linken Ufer der Morges gelegen. Vor 1200 Monna, 1221 Muna. 1764 106 Einw.; 1850 159; 1900 139; 1950 108; 2000 279. Die Herrschaft M. gehörte zu jener von Montricher. Unter Berner Herrschaft (1536-1798) war die Gemeinde Teil der Landvogtei Morges. In einem Abgabenrodel für das Kapitel von Lausanne aus dem ausgehenden 12. Jh. wird in M. ein Diakon erwähnt. 1453 war die Kapelle eine Filiale der Pfarrei Joulens (Gemeinde Echichens). Seit der Reformation gehörte M. zur Kirchgemeinde Morges, ausser 1846-64, als es eine Filiale von Vufflens-le-Château war. Die offenbar auf Kosten von Gabriel de Vuillermin, Herr von M., 1680 erbaute Kirche wurde 1998 renoviert. Das heutige Herrenhaus, das ein ma. Schloss ersetzte, stammt aus dem 18. Jh. 1981 wurde ein Zonenplan erstellt und 1984 ein neues Gemeindehaus gebaut. Lange war die Gemeinde hauptsächlich auf Landwirtschaft und Weinbau ausgerichtet. Zu Beginn des 21. Jh. entwickelte sie sich zu einer Wohngemeinde.


Literatur
– M. Grandjean, Les temples vaudois, 1988, 96 f.

Autorin/Autor: François Béboux / MS