Clarmont

Polit. Gem. VD, seit 1798 Bez. Morges, auf einem Hochplateau über der Morges gelegen. 1764 64 Einw.; 1798 112; 1850 145; 1900 129; 1950 93; 2000 142. In röm. Zeit führte die Strasse Nyon-Yverdon über das Gebiet von C., wo einige Münzen gefunden wurden. Im MA war C. Bestandteil der Herrschaft von Vufflens, unter der Berner Besatzung wurde es der Vogtei Morges und der Kastlanei von Vullierens zugeschlagen. Bis ins 16. Jh. gehörte C. zur Pfarrei Vullierens, dann zu den Pfarreien Vufflens-le-Château, Colombier (1840-45) und Apples (1846-62); seit 1863 ist es wiederum Filiale von Colombier. 1959-61 Güterzusammenlegung, 1976 Zonenplan. 1961 wurde mit Bussy-Chardonney, Réverolle und Vaux-sur-Morges das interkommunale Schulzentrum von Chaniaz erbaut, das die alte Schule von C. ersetzte. Die schon im 16. Jh. betriebene Mühle von Chantemerle am Laufe der Morges wurde in eine Sägerei umgewandelt. C. ist noch heute von Landwirtschaft und Weinbau geprägt.


Autorin/Autor: François Béboux / EJ