16/04/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Bussy-Chardonney

Polit. Gem. VD, Bez. Morges (seit 1803), 1961 aus der Fusion der Gem. Bussy (um 1059 Bussi) und Chardonney-sur-Morges (1324 Chardonne) hervorgegangen. Die beiden Dörfer hatten schon vor 1744 und 1799-1819 eine einzige Gemeinde gebildet. 1416 20 Haushalte; 1764 209 Einw. (beide Dörfer); 1860 168 (ohne Chardonney); 1960 118 (mit Chardonney 184); 1990 285; 2000 337. B. gehörte zur Herrschaft Vufflens, dann zur Vogtei Morges, in der Helvetik zum Distrikt Aubonne. Unter bern. Herrschaft verwaltete ein aus vier Mitgliedern bestehender Rat die Gemeinde. Bereits vor der Reformation war die Kapelle Saint-Pierre von der Pfarrei Apples abhängig; sie wurde 1771 restauriert. Eine 1745 erw. Bannmühle verfügte auch über Sägerei-, Dresch- und Kelterrechte. 1793-1909 war eine Ziegelei in Betrieb. Seit 1895 liegt B. an der Bahnlinie Bière-Apples-Morges. 1960 weihten die Gem. Bussy, Chardonney, Clarmont, Reverolle und Vaux das gemeinsame Schulzentrum La Chaniaz ein. Das Gemeindehaus wurde 1974 am Standort des alten Schulhauses erbaut. Trotz der Schaffung einer Wohnzone im Norden des Dorfes ist B. eine bäuerlich geprägte Gemeinde geblieben.


Literatur
20e anniversaire de la fusion de Bussy et Chardonney, 1981

Autorin/Autor: François Béboux / MS