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Reynold, Franz von

geboren 27.5.1642 Barraux (Dauphiné), gestorben 4.12.1722 Versailles, kath., von Freiburg. Sohn des Anton ( -> 1) und der Marie de Bazemont. Bruder des Anton ( -> 2). ∞ 1665 Marie Salomé de Hässi, Tochter des Walter, Ratsherrn von Glarus und Hauptmanns der Schweizergarde. Ab 1653 diente R. in der Schweizergarde, erhielt 1653 und 1655 Studienurlaub und durchlief seine ganze Militärkarriere in franz. Diensten. Er nahm an etwa 30 Feldzügen teil, in denen er sich mehrfach auszeichnete, so 1692 bei Steinkerque, 1693 bei Neerwinden und 1712 bei Denain, und rückte 1702 bis zum Generalleutnant auf. 1715 zählte er zum Kriegsrat der Regentschaft von Philipp von Orléans. 1719-21 war er Generaloberst der Schweizer und Bündner Truppen. 1663 gehörte er dem Rat der Zweihundert, 1702 dem Rat der Sechzig von Freiburg an. Grafentitel sowie 1704 Kommandeur und 1718 Grosskreuz des St.-Ludwig-Ordens.


Archive
– StAFR, Nachlass R. de Cressier
Literatur
– A. Ammann, «Lettres d'armoiries et de noblesse concédées à des familles fribourgeoises», in SAHer 35, 1921, 25-29, 64 f.
– Y. du Parc-Locmaria, «En cherchant un bâton de maréchal», in Ann. frib. 32, 1944, 114-128, 137-168; 33, 1945, 1-32

Autorin/Autor: Georges Andrey / BE