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Reynier, Jean Louis Ebénezer

geboren 14.1.1771 Lausanne, gestorben 27.2.1814 Paris, begraben Panthéon in Paris, ref., von Lausanne. Sohn des Jacques François, Arztes, und der Caroline Chapuis. Bruder des Louis ( -> 2). ∞ Marie Rolland de Chambeaudouin, Tochter des Präfekten von Eure. Ab 1790 Stud. an der Ecole des ponts et chaussées in Paris. Als Freiwilliger 1792 in Jemmapes, dann in holländ. Diensten. 1795 Brigadegeneral, 1796 Generalstabschef unter General Jacques-François Moreau. 1798 wurde R. nach Ägypten entsandt und anschliessend zum helvet. Kriegsminister ernannt. Der verdiente Divisionsgeneral überwarf sich mit General Jean Victor Menou und wurde 1801 ohne Befehlsgewalt nach Frankreich zurückgeschickt. Die Kritik an Menou in seinem Werk über Ägypten (1802) und ein Duell zwangen ihn, sich nach Nièvre zurückzuziehen. 1803 nahm R. den militär. Dienst in Italien wieder auf, ersetzte 1807 General André Masséna an der Spitze der franz. Armee in Neapel und war Kriegsminister des Königreichs Neapel. In die Grosse Armee einberufen, diente R. 1809 in Österreich, 1810-11 in Portugal und Spanien, 1812 in Russland und 1813 in Sachsen. 1813 in Leipzig gefangen genommen, kehrte er im Febr. 1814 nach Frankreich zurück. R.s Name ist am Arc de Triomphe eingraviert. Reichsgraf, Auszeichnung mit versch. Orden.


Literatur
– A.-J. Tornare, Les Vaudois de Napoléon, 2003, 219-225
– A.-J. Tornare, Du Major Davel au Général Guisan, 2010, 135-143

Autorin/Autor: Alain-Jacques Czouz-Tornare / GL