Romanel-sur-Lausanne

Polit. Gem. VD, Bez. Lausanne. Bis 1960 war R. ein Strassendorf an der Strasse Lausanne-Echallens, dann entwickelte es sich zu einem Teil der Lausanner Agglomeration. 1184 Romanes. 1803 218 Einw.; 1850 302; 1900 305; 1950 323; 1970 1'173; 2000 3'068. Frühma. Steinkistengräber wurden bei La Tattaz und Le Ferrage entdeckt. In R. wurden Armringe aus röm. Zeit gefunden. Vor der Reformation unterstand R. dem Domkapitel Lausanne und noch 1764 dessen Gerichtsbarkeit, die nach 1536 in die Hände von Lausanne übergegangen war. Die Dorfbewohner besassen das Weiderecht im Wald Vernand. Kirchlich gehörte R. zur Pfarrei Saint-Laurent in Lausanne. Schon vor 1375 bestand eine Kapelle. Seit 1849 ist R. eine Filiale der Pfarrei Cheseaux. 1803 wurde R. Hauptort des Kreises R. In der Gem. herrschte bis 1960 Getreide- und Gemüseanbau vor. Eine alkalihaltige Quelle (la Providence) wurde 1900-78 industriell ausgebeutet. 1874 fand die Eröffnung der Eisenbahnlinie Lausanne-Echallens-Bercher statt. Nach 1960 erlebte die Gem. einen rasanten demograf. und industriellen Aufschwung. 1969 erhielt sie ein Parlament. Dank der Nähe zu Lausanne und günstigen Bodenpreisen siedelten sich v.a. in den 1970er Jahren Industrie (Fahrräder, Maschinen, Chemie, Elektronik), Gewerbe (Garagen, Karosserien, Schreinereien) und Einkaufszentren an.


Literatur
Romanel 1980, hg. von L. Bridel, 1981

Autorin/Autor: Mary Vacharidis / AHB