• <b>Albert Schweitzer</b><br>In Uetendorf im September 1957. Fotografie von  Walter Studer  © KEYSTONE / Walter Studer. 1956 konnte die bernische Gemeinde Uetendorf dank der Schenkung eines amerikanischen Mäzens, der auch das Spital von Lambarene unterstützte, eine eigene Kirche errichten. Albert Schweitzer, der ein herausragender Organist und ein Orgelbauexperte war, wurde für die Planung des Instruments angefragt. Im September 1957 reiste er nach Uetendorf, um den Einbau der Orgel zu begleiten.

No 1

Schweitzer, Albert

geboren 14.1.1875 Kaysersberg (Oberelsass), gestorben 4.9.1965 Lambarene (Gabun), ref., Deutscher, später Franzose. Sohn des Ludwig, Pfarrers, und der Adele geb. Schillinger. ∞ Helene Bresslau. Stud. der Orgel, der Philosophie (1899 Promotion), der prot. Theologie (1902 Habilitation) sowie der Medizin (1912 Promotion). Von 1913 an bis zu seinem Tod führte S. mit Unterbrechungen das von ihm gegr. Spital in Lambarene, im damaligen Französisch-Äquatorialafrika. Aus der Schweiz erhielt das Spital finanzielle Unterstützung, ab 1925 praktizierten dort auch Schweizer Ärzte. Ab 1925 erschienen in Bern die "Mitteilungen aus Lambarene"; mit dem in Basel herausgegebenen "Schweiz. Reformierten Volksblatt" erreichte S. ab 1930 gemeinsam mit dem Schweizer Verein für freies Christentum und der Schweiz. Ostasien-Mission ein breiteres Publikum. 1949 wurde der Schweizer Hilfsverein für das Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene gegründet, der zu Beginn des 21. Jh. der grösste private Geldgeber des Spitals war. Seit 1950 publiziert der Hilfsverein die "Berichte aus Lambarene und über das Gedankengut Albert Schweitzers". S.s Wortmeldungen und Bücher waren in der Schweiz der Nachkriegszeit äusserst populär. Auf universitärer Ebene bzw. von prot. Theologen in der Schweiz wurde S.s konsequent-eschatolog. Erklärung des Urchristentums mehrheitlich positiv aufgenommen und von Martin Werner, Ulrich Neuenschwander und Fritz Buri weitergeführt. 1920 Dr. theol. h.c. der Univ. Zürich, 1952 Friedensnobelpreis (1953 übergeben).

<b>Albert Schweitzer</b><br>In Uetendorf im September 1957. Fotografie von  Walter Studer  © KEYSTONE / Walter Studer.<BR/>1956 konnte die bernische Gemeinde Uetendorf dank der Schenkung eines amerikanischen Mäzens, der auch das Spital von Lambarene unterstützte, eine eigene Kirche errichten. Albert Schweitzer, der ein herausragender Organist und ein Orgelbauexperte war, wurde für die Planung des Instruments angefragt. Im September 1957 reiste er nach Uetendorf, um den Einbau der Orgel zu begleiten.<BR/>
In Uetendorf im September 1957. Fotografie von Walter Studer © KEYSTONE / Walter Studer.
(...)


Werke
GW, 5 Bde., 1974
Werke aus dem Nachlass, 10 Bde., 1995-2006
Archive
– ZBZ, Nachlass
Quellen
Theolog. und philosoph. Briefwechsel 1900-1965, hg. von W. Zager et al., 2006
Literatur
– E. Lamprecht-Naef, Albert S. und die Schweiz, 1982
– H. Steffahn, Albert S., 162004 (mit Bibl.)

Autorin/Autor: Johann Zürcher